Kochkraft durch KMA

Kochkraft durch KMA
– neue deutsche Kelle –

Freitag, 17. August 2018, 21:00 Uhr


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laut.de sagt zu Kochkraft durch KMA:

Musik darf auch einfach schlecht sein, denken sich junge Dame und junge Herren aus Duisburg, Köln und Bonn Ende 2014. Da formen sich Lana Giese (Sängerin, Technikjournalismusstudentin und Tattoo-Conventions-Moderatorin), Andreas Klees (Gitarre, Songschreiber, Produzent), Beray Habip (Schlagzeug, Produzent) und David Trapp (Bass, Synths, Produzent) zur Gruppe. „Alles muss, nichts kann!“ lautet von Anbeginn an das postironische Motto, und so nimmt auch der Bandname keine Gefangenen.

Kochkraft Durch KMA verstehen sich als witzig witzelnde Dada-Formation in der selbstgeschaffenen Genretradition der „Neuen Deutschen Kelle“. Zitat aus Bandkreisen: „So wie Neue Deutsche Welle, nur in noch uncooler, aber!“ Hier sagen sich nicht nur Fuchs und Elster, sondern auch Wir Sind Helden, Knorkator und Jennifer Rostock Gute Nacht.

Zwischen knarzendem Synthie-Cut-up, rockistischer Decollage und stilisiertem Comedy-Act prozessieren die vier Köche in Babykostümen und mit Plastikhühnern in der Achselhöhle solange, bis der Brei so richtig verdorben ist. Sie wären ja aber nicht junge deutsche Post-NDW-Rock’n’Roller, hätte man zwischen sloganisierten Zeilen wie „Schniefnase, Popeltüte, Schmalzange, Knocheneimer“ angeblich nicht auch noch irgendwie was Politisches versteckt. Im Pressetext heißt das dann so: „Der politische Standpunkt wird – auch zur Befriedung des eigenen Humors – hinter Absurditäten und Dada versteckt, hat so aber eine stärkere Wirkung, wenn sich der Zuhörer erst mal bis zur Essenz der Band durchgebissen hat.

Im Verlauf von 2015 betouren die Köche nicht nur sämtliche Winkel der Republik, die Formation veröffentlicht sogar gleich zwei EPs. Auf „Volle Pulle!“ im Mai folgt „Noch Mehr Hits ! ! 11!“ im November. Im Herbst 2016 erklären sich Kochkraft Durch KMA dann zum „Kommando Pappenheymer“ auf dem Indie Kick The Flame. Erneut zeugen Songtitel à la „Unser Nächster Song Wird Bestimmt’n Hit“ vom koketten Flachsinn der selbstbezeugten „Irren“.

Da kann man nur Guten Appetit wünschen. Und eben: Gute Nacht.

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